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Black Snail Black Snail ist weiblich
Nadel-und-Faden-Flüsterer




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Spätes 1870er Kleid Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Wie versprochen startet der WIP. Das Kleid stammt möglicherweise aus Irland, wurde von der Vorbesitzerin über Ebay in Irland gekauft. Dafür spricht die irische Spitze an den Ärmeln.
Ich datiere es auf späte 1870er. Warum ich das glaube? Für frühe Tournüre sprechen die Ärmel, Ober und Unterärmel sind gleich geschnitten. Die Form des Oberteils ist typisch, die Polonaise-Form spricht für späte 1870er, kurz vor Beginn der NF-Zeit. Am Popo ist auf jeden Fall noch schön Platz für ein Pokissen.

Sollte jemand anderer Meinung sein, bitte melden, ich lasse mich gerne korrigieren, wenn ich falsch liege.

Das Foto ist leider grottenschlecht, gestern Abend schnell mit dem Handy aufgenommen.


Das beste am Projekt ist übrigens der Stoff-Abbau! Ich hab alles zuhause was ich brauche, inkl. Futter für´s Flatlining. Knöpfe lassen sich sicher auch finden. Spitze sollte auch was vorhanden sein.

Hier der Stoff, ob reine Wolle oder Mischung weiß ich nicht mehr, beim Bügeln riecht er nach reiner Wolle. Fällt sehr schön und lässt sich wunderbar vernähen.


Wie bin ich zu meinem Schnittmuster gekommen? Erst wollte ich nur anhand von Fotos die Schnittführung auf eines meiner Basisschnittmuster übertragen. Auf der Puppe hat sich allerdings gezeigt, dass die frühere Besitzerin meinen Maßen annähernd entspricht, das Kleid hat Größe 36/38, auch die Taille ist nicht extraschlank. Sie war auch annähernd so groß wie ich. Also hab ich dann versucht das Muster 1:1 abzunehmen. War nicht ganz einfach, mit Schonung des Kleides. Hab es dann mit Papierstreifen gemacht, aufgelegt soweit möglich und die Konturen der einzelnen Teile punktförmig übertragen. Dann eingescannt und nochmals nachbearbeitet.
Ich war dann mit dem Probeteil = Futter auf Anhieb 100% zufrieden.

16 Sep, 2019 12:40 51 Black Snail ist offline Homepage von Black Snail Beiträge von Black Snail suchen Nehmen Sie Black Snail in Ihre Freundesliste auf
Black Snail Black Snail ist weiblich
Nadel-und-Faden-Flüsterer




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Hab jetzt ein besseres Foto.
Direkt auf Flickr ist es in ganz groß zu sehen:

großes Bild

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Black Snail am 16 Sep, 2019 13:41 14.

16 Sep, 2019 13:40 05 Black Snail ist offline Homepage von Black Snail Beiträge von Black Snail suchen Nehmen Sie Black Snail in Ihre Freundesliste auf
Greta
Zauberlehrling




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Ich bin auch kein Datierungsexperte, mit dem Stehkragen und dieser Ärmelform könnte es aber auch aus den 1880ern sein. Die relative Schlichtheit spricht für eine Art Hauskleid, da muss dann auch keine Stahltournüre druntergepasst haben. Ich meine in einem Magazin von 1885 ähnliche Kleider gesehen zu haben, sehe heute Abend mal nach.

16 Sep, 2019 13:55 20 Greta ist offline Email an Greta senden Beiträge von Greta suchen Nehmen Sie Greta in Ihre Freundesliste auf
Greta
Zauberlehrling




Dabei seit: 27 Aug, 2018
Beiträge: 194

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Habe die hier gefunden, beide aus dem Delineator, 1885:


In der Beschreibung des Wrappers wird explizit erwähnt, dass er mit Spitze, Stickereien und Bändern dekoriert werden kann.

17 Sep, 2019 08:16 17 Greta ist offline Email an Greta senden Beiträge von Greta suchen Nehmen Sie Greta in Ihre Freundesliste auf
Black Snail Black Snail ist weiblich
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Danke dir, wenn man nach dem richtigen englischen Begriff googelt, dann findet man jede Menge dieser Kleider "Wrapper Dresses".
Ich habe nun auch nochmals meine Bücher durchgesehen, einerseits ist im The cut of womens clothes ein ähnliches, datiert auf die späten 1870er drinnen, auch im Fashions of the guilded ages wird der Kleidungsstil ab ca. 1876 beschrieben. Der Popo spricht tatsächlich wieder für eher 1885, die Ärmel aber nicht. Kann also eher 1885 sein, mit halt altmodischer Ärmelform.

Ich möchte jedoch eine möglichst ähnliche Reproduktion des Kleides machen, da es selbst leider in keinem optimalen Zustand ist, das ist auch der Auftrag. Zwar keine Replik (die ist für mich), aber ein Schnittmuster.

Wie immer erst der Zuschnitt, hier das Vorderteil mit den Abnähern.


Das Rückteil ist im Stoffbruch zugeschnitten und muss im oberen Bereich zusammengenäht werden. Hier wird die Nahtzugabe nicht auseinander gebügelt, sondern zu einer Seite. Was ich euch noch vorenthalten habe, das Kleid ist von oben bis unten mit einem Baumwollstoff gedoppelt, also klassisches Flatlining. Allerdings sind fast alle Nahtzugaben nicht versäubert.



Dann wird die Vorderkante eingeschlagen und geheftet. Hier sieht man, dass die Webkante zur Verstärkung belassen wurde, außerdem wird im Bereich der Brust (Bleistift) die Vorderkante etwas gerundet eingeschlagen.




Zum Vergleich das Originalkleid:

Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von Black Snail am 17 Sep, 2019 20:48 20.

17 Sep, 2019 20:33 54 Black Snail ist offline Homepage von Black Snail Beiträge von Black Snail suchen Nehmen Sie Black Snail in Ihre Freundesliste auf
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Dann werden am Vorderteil die Abnäher geschlossen.


Ich nähe zum Ende des Abnähers mit kleineren Stichen und verknote dann die Fäden.


Die erste Anprobe im Korsett! Passt perfekt, keine Änderungen notwendig.

17 Sep, 2019 20:52 46 Black Snail ist offline Homepage von Black Snail Beiträge von Black Snail suchen Nehmen Sie Black Snail in Ihre Freundesliste auf
Greta
Zauberlehrling




Dabei seit: 27 Aug, 2018
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Zitat:
Original von Black Snail
Danke dir, wenn man nach dem richtigen englischen Begriff googelt, dann findet man jede Menge dieser Kleider "Wrapper Dresses".
Ich habe nun auch nochmals meine Bücher durchgesehen, einerseits ist im The cut of womens clothes ein ähnliches, datiert auf die späten 1870er drinnen, auch im Fashions of the guilded ages wird der Kleidungsstil ab ca. 1876 beschrieben. Der Popo spricht tatsächlich wieder für eher 1885, die Ärmel aber nicht. Kann also eher 1885 sein, mit halt altmodischer Ärmelform.


Ja, das wird man wohl nicht mit völliger Sicherheit so genau datieren können. Wahrscheinlich hat sich in den beiden Jahrzehnten auch einfach nicht so viel getan. Da Wrapper eine Form von undress sind und nur zu Hause in der Privatsphäre getragen wurden, waren die wohl auch eher nicht so sehr dem sonst eher schnellen Wandel der Mode unterworfen.

Ich habe neulich mal Wrapper der 1850er und 60er recherchiert, weil ich irgendwann demnächst einen nähen möchte, und auch die unterscheiden sich eher durch Details wie Kragen- und Ärmelform und teilweise recht wild gemusterte Stoffe, in denen sich wohl niemand in die Öffentlichkeit gewagt hätte. Die Schnittführung an sich bleibt aber ziemlich gleich. Dass es sich um kein modisches Kleidungsstück handelt, merkt man auch daran, dass das Futter oft aus Stoffresten zusammengestückelt war, und häufig wurden auch abgetragene Kleider in Wrapper umgearbeitet. Es wäre vielleicht auch für dein Original denkbar, dass ein aus der Mode gekommenes Kleid ein zweites Leben als Morgenmantel führen durfte.

Truly Victorian hat ja auch sowas im Angebot; die bezeichnen das als Tea Gown. Der Begriff ist mir allerdings bisher nicht begegnet (morning gown schon).

Na ja, genug Blabla, dir viel Erfolg, ich schaue zu. smile

17 Sep, 2019 21:15 19 Greta ist offline Email an Greta senden Beiträge von Greta suchen Nehmen Sie Greta in Ihre Freundesliste auf
Goldkehlchen20 Goldkehlchen20 ist weiblich
vollseidener Geselle




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Also der Schnitt von der Neuversion sieht schonmal sehr gut aus!
Ich kann mir das für beide Jahrzehnte gut vorstellen. Ist ja auch immer möglich, dass irgend ein schlaues Sparbrötchen das nach ein paar Jahren wieder aus dem Schrank gekramt hat und sich dachte 'Hey das ist ja noch gut, das ist jetzt eh wieder in' und hat es einfach ein bisschen umgenäht.
Würd ich auch machen, man muss ja sein Geld ein Bisschen beieinander halten Zwinkern
Hast Du vielleicht mal eine Nahansicht von den Manschettendingern? Die würden mich sehr interessieren^^

_______________
"Ich näh das grad schnell mit der Hand..."

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Goldkehlchen20 am 18 Sep, 2019 09:13 41.

18 Sep, 2019 09:13 20 Goldkehlchen20 ist offline Homepage von Goldkehlchen20 Beiträge von Goldkehlchen20 suchen Nehmen Sie Goldkehlchen20 in Ihre Freundesliste auf
Black Snail Black Snail ist weiblich
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Die Manschetten kommen gleich, aber erst mal der Reihe nach, zuerst ist nämlich der Kragen dran.
Der Kragen hat rundherum eine ca. 5mm breite Paspel. Dazu hab ich ein schmales Schrägband zugeschnitten und am Kragen erst mal die Nahtlinie und die Ansatzlinie für mein Schrägband angezeichnet.


Dann wird das Schrägband aufgeheftet, in den Ecken schön Weite gegeben, damit es sich dann beim Wenden schön legt.


Die Heftnaht dient dann gleichzeitig auf der anderen Seite als Orientierung für die Naht.


Ich schlage am Innenkragen gerne die Nahtzugabe gleich ein und bügle die Kante fest.


Genäht und mit zurückgeschnittenen Nahtzugaben


Der Kragen wird gewendet, gebügelt und die Nahtlinie am Außenkragen angezeichnet, das entspricht der Kante am Innenkragen.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Black Snail am 18 Sep, 2019 20:12 39.

18 Sep, 2019 20:11 13 Black Snail ist offline Homepage von Black Snail Beiträge von Black Snail suchen Nehmen Sie Black Snail in Ihre Freundesliste auf
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Der vorbereitete Kragen wird ans Kleid genäht, die Belege an den Vorderkanten dazu rechts auf rechts umgeschlagen und mitgenäht.


Vor dem Wenden wieder die Nahtzugaben zurückgeschnitten. Im Eck habe ich mit reduzierte Stichlänge genäht.


Die Nahtzugabe an der Kragenansaztnaht wird mehrmals eingeschnitten.


Hier ist der Beleg auf rechts gewendet, die Nahtzugaben des Kragens in den Kragen gelegt und der Innenkragen schon fast vollständig entlang der Naht anstaffiert.

18 Sep, 2019 20:16 20 Black Snail ist offline Homepage von Black Snail Beiträge von Black Snail suchen Nehmen Sie Black Snail in Ihre Freundesliste auf
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Der Kragen ist drauf, jetzt geht es wie versprochen an die Ärmel. Ich habe nur Bilder von meinem Kleid, aber ich habe mich 1:1 an die Vorlage gehalten.
Erst werden die Manschetten mit Baumwollstoff gedoppelt und die Oberkante mit Schrägband versäubert.






Dann die obere Manschette aufgelegt und ohne weiteres Versäubern der Unterkante einfach aufgenäht (leider ist die Manschette etwas zu kurz geraten, daher musste ich den Ärmel etwas verschmälern)
[

Dann die untere Manschette. Hier wird bei einer Nahtzugabe von 1,5cm 1cm neben der Kante genäht, damit die Naht später nach dem Einschlagen der Unterkante nicht mehr zu sehen sein wird.


Der Ärmel wird geschlossen, am Original wurde nicht besonders darauf geachtet, dass sich die Manschetenoberkanten treffen.


Die Form des Orignalärmels:


Dan wird die Unterkante eingeschlagen, wie zuvor schon erwähnt so, dass die Naht ca. 1/2cm innen zu liegen kommt. Die Oberkante wird an den Futterstoff gehext.


Der Ärmel bekommt innen noch einen Beleg aus Oberstoff, der mit eingeschlagenen Kanten entlang der Naht an der Unterkante anstaffiert wird.


Und entlang der Oberkante natürlich auch:

20 Sep, 2019 08:02 19 Black Snail ist offline Homepage von Black Snail Beiträge von Black Snail suchen Nehmen Sie Black Snail in Ihre Freundesliste auf
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Bis dahin liefen die Dinge ziemlich rund, nur kam dann leider Dummheit und Hudelei ins Spiel. Die Ärmel habe ich beide zwei Mal eingenäht, beim ersten Mal habe ich mich mit den Passzeichen vertan, beim zweiten Mal mit der Paspel und einen Ärmel überhaupt verkehrt eingesetzt. Also keine Sorge, ich kann das auch. Jetzt sind endlich beide richtig drinnen!

Aber alles der Reihe nach, so wie man es machen sollte. Zuerst wird am Armloch die Nahtlinie angezeichnet und ein Paspelband aufgeheftet. Als Paspelschnur habe ich Topflappengarn verwendet, das hat einen Durchmesser von ca 1mm, die dünnste Paspelschnur die ich zuhause hab hat 2mm, aber wir wollen uns ja ans Original halten.


Wie sich bei VErsuch und Irrtum herausgestellt hat, ist es wie am Kragen empfehelnswert, die Paspel mit Kontrastgarn anzunähen, um die Nahtlinie auf der Rückseite schön zu sehen.


Entlang der Ärmelkugel werden wie es sich gehört zwei Reihen mit großer Stichlänge zum Einreihen genäht.


Und der Ärmel richtig herum entsprechend der Passzeichen eingenäht. Am Original wurde der Überschuss in der Achsel einfach in eine kleine Falte gelegt, so hab ich es dann auch gemacht.
Leider muss der Ärmel dank der Paspel mit der Hand eingenäht werden, wobei ich mit der Maschine vermutlich noch öfter getrennt hätte. Genäht wird von der Ärmelseite, wie auch am Originalkleid.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Black Snail am 20 Sep, 2019 08:10 34.

20 Sep, 2019 08:07 07 Black Snail ist offline Homepage von Black Snail Beiträge von Black Snail suchen Nehmen Sie Black Snail in Ihre Freundesliste auf
licorne
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Die Manschetten sehen ja toll aus!
Überhaupt find ich den Stoff auch ganz apart.

20 Sep, 2019 08:12 18 licorne ist online Beiträge von licorne suchen Nehmen Sie licorne in Ihre Freundesliste auf
Glücksgrille Glücksgrille ist weiblich
Administrator




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Die Manschetten geben dem ganzen Schnitt den richtigen Pfiff!

_______________
"Der Speise Würze ist der Hunger."

Cicero

20 Sep, 2019 08:48 34 Glücksgrille ist offline Email an Glücksgrille senden Beiträge von Glücksgrille suchen Nehmen Sie Glücksgrille in Ihre Freundesliste auf
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Alles nur kopiert!

Es geht an die Rüschen am Saum. Erst mal werden die Schrägbahnen zusammengenäht und eine Kante doppelt eingeschlagen und mit Saumstich festgenäht.


Am Rock werden die Ansatzlinien markiert.


Der Rock wird an der vorderen Mitte erst so geheftet, dass die Mitte sich trifft, dann innen genäht.



Es wird wieder gefinkelt, ich hätte versucht den Schritt mit der Nähmaschine zu machen, bin aber kläglich gescheitert. Ein schmales Schrägband wird der Länge nach gebügelt und in Paspelbreite auf das Schrägband genäht, dass den Ansatz der oberen Rüsche überdeckt. Wieder mit kontrastierendem Faden.


Dann wird die Paspel entlang der oberen Markierung aufgesteckt.


Die Enden habe ich möglichst unsichtbar zusammengenäht, also auf die passende Länge geschnitten und genäht.


Es wird ganz knapp neben dem Heftfaden genäht, damit man ihn auch wieder rausziehen kann.


Die Rüsche wird entlang der unteren Markierung aufgesteckt und die Weite gleichmäßig verteilt.


Beim Annähen der Rüsche habe ich den Abstand laufend mit einem Lineal kontrolliert.


Damit sich dann der Streifen gleichmäßig darüber legen lässt. Am Streifen wird die Unterkante eingeschlagen und entlang der Ansatznaht der Rüsche anstaffiert.


Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Black Snail am 29 Sep, 2019 20:46 56.

21 Sep, 2019 21:06 10 Black Snail ist offline Homepage von Black Snail Beiträge von Black Snail suchen Nehmen Sie Black Snail in Ihre Freundesliste auf
Kahori
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Ein cooles Projekt! Und vor allen Dingen wieder so schnell Verzeihung

22 Sep, 2019 17:32 10 Kahori ist offline Beiträge von Kahori suchen Nehmen Sie Kahori in Ihre Freundesliste auf
Emma
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Großartig Thumbsup Thumbsup Vielen Dank für die vielen Bilder und ausführlichen Erläuterungen smile smile

_______________
Ein paar schöne Pläne geben allen Gedanken an die Zukunft Glanz, (Skylaird)

24 Sep, 2019 07:42 53 Emma ist offline Email an Emma senden Beiträge von Emma suchen Nehmen Sie Emma in Ihre Freundesliste auf
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Ich schulde euch hier die nächsten Bilder bis zum fertigen Kleid. Hab dafür das Schnittmuster so gut wie fertig!

Aber erst mal die untere Rüsche, nicht anders aufgenäht als die obere Rüsche:


Dann wird die Nahtzugabe zurückgeschnitten und mit einem Band abgedeckt. Leider war nix aus Satin oder Samt zuhause, daher ein einfaches BW-Nahtband in schwarz:


Was mich aber jetzt gestört hat war der Kragen, sah zwar sauber aus, aber hat sich durch die Paspel etwas gezogen, daher wurde wieder aufgetrennt und das Ganze nochmals neu gemacht. Diesmal wurde einfach der Äußere und innere Kragen als eine Schicht an den Halsausschnitt genäht, die Belege vorne wie gehabt zu einer schönen Ecke geformt, die Nahtzugaben nochmals etwas zurückgeschnitten und eingeknipst.


Um jetzt die Nahtzugabe abzudecken, kommt ein Schrägband drauf (so wie auch beim Original, keine Ahnung, warum ich das beim ersten Mal anders gemacht habe).


Dieses Schrägband wird rundherum anstaffiert, die Unterkante nur am Futter. So gefällt mir der Kragen gleich besser.

29 Sep, 2019 20:54 20 Black Snail ist offline Homepage von Black Snail Beiträge von Black Snail suchen Nehmen Sie Black Snail in Ihre Freundesliste auf
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Jetzt noch die abschließenden Arbeiten.
Die Knopflöcher sichere ich vor dem Aufschneiden gerne mit Fraycheck, damit werden auch die Kanten stabiler.


Da ich mit Knopflochgarn (vor allem dem von Gütermann) auf Kriegsfuß stehe, nehme ich einfach normales Nähgarn doppelt. Damit das beim Nähen nicht so viel Blödsinn machen kann, fädle ich es so durch die Nadel:


Und munter mit Knopflochstich rundherum genäht. Leider verschwindet jede Fadenkontur im Muster des Stoffes.


Nach langem Überlegen bekamen die Ärmel Spitze wie das Originalkleid. Auch am Saum hab ich eine Spitzenborte aufgenäht, nicht gerafft, sondern unterhalb des Bandes einfach flach aufgenäht, so wie am Originalkleid.


Zum Vergleich, Original und Replik nebeneinander. Damit habe ich mein Ziel erreicht, wirklich alles Material aus dem Lager zu nehmen, außerdem habe ich ein fast fertiges Schnittmuster!

29 Sep, 2019 21:02 43 Black Snail ist offline Homepage von Black Snail Beiträge von Black Snail suchen Nehmen Sie Black Snail in Ihre Freundesliste auf
Elfriede Elfriede ist weiblich
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Wow, das sieht sich ja super ähnlich. Freude

Danke fürs dokumentieren. Ich lerne immer wieder etwas dazu.

_______________
Ich nähe, weil ich mich nicht nackt in die Blumen setzen will.

29 Sep, 2019 22:18 44 Elfriede ist offline Email an Elfriede senden Beiträge von Elfriede suchen Nehmen Sie Elfriede in Ihre Freundesliste auf
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